Was die Spanne erklärt
- Erfahrung und Verantwortung: ob du Features umsetzt oder Architekturentscheidungen triffst
- Technologie: gesuchte Spezialkenntnisse, etwa in Cloud-Plattformen oder SAP-Modulen, werden anders bewertet als verbreitete Grundlagen
- Arbeitgeber: Softwarefirma, Industriekonzern, IT-Beratung oder öffentlicher Dienst
- Region: Ballungsräume mit vielen Tech-Arbeitgebern zahlen anders als ländliche Regionen
- Bereitschaft und Schichtbetrieb: Zuschläge für Rufbereitschaft oder Einsätze am Wochenende
Tarif und Besoldung
In tarifgebundenen Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie oder der Chemie werden IT-Stellen in die Entgeltgruppen des jeweiligen Tarifvertrags eingruppiert. Bund und Kommunen bezahlen nach TVöD, die meisten Länder nach TV-L. Behörden stellen IT-Fachkräfte teils auch als Beamtinnen und Beamte ein. Bei vielen Softwarefirmen und Start-ups gibt es keinen Tarif, dort gelten interne Gehaltsbänder oder individuelle Verhandlung.
Gehälter auf dieser Seite
Beispiele aus den häufigsten Rollen:
Remote und Beratung
Bei Remote-Stellen richtet sich das Gehalt manchmal nach dem Firmensitz, manchmal nach deinem Wohnort. Frag nach, welche Regel gilt. In der IT-Beratung kommen Reisezeiten und Einsätze beim Kunden hinzu. Kläre, wie Reisetage, Überstunden und Bereitschaft abgegolten werden, bevor du unterschreibst.
Angestellt oder freiberuflich
In der IT arbeiten viele als Freelancer mit Tages- oder Stundensätzen. Solche Sätze lassen sich nicht direkt mit einem Gehalt vergleichen: Als Selbständiger trägst du Kranken- und Rentenversicherung, Urlaub, Weiterbildung, Geräte und Zeiten ohne Projekt selbst. Außerdem prüfen Auftraggeber und Rentenversicherung, ob eine freie Mitarbeit in Wahrheit eine Beschäftigung ist. Wenn du zwischen Anstellung und Selbständigkeit abwägst, rechne beide Varianten auf ein Jahr durch.
Zusatzleistungen
Neben dem Gehalt nennen IT-Arbeitgeber oft Budgets für Weiterbildung und Konferenzen, Hardware nach Wahl, Zuschüsse für das Homeoffice oder betriebliche Altersvorsorge. Lass dir wichtige Punkte schriftlich bestätigen.
Gehaltsgespräch vorbereiten
Sammle vor dem Gespräch konkrete Beispiele: Systeme, die du verantwortet hast, Projekte mit messbarem Ergebnis, Bereitschaftsdienste, Einarbeitung neuer Kolleginnen und Kollegen. Nenne deine Vorstellung als Jahresbrutto und kläre, ob variable Anteile, Bereitschaftspauschalen oder Zuschläge darin enthalten sind. Wenn eine Anzeige ein Gehaltsband nennt, frag, wo du darin eingeordnet wirst und was für den nächsten Schritt nötig ist.
Tarif im öffentlichen Dienst
Bei Stellen nach TVöD oder TV-L steht die Entgeltgruppe meist in der Anzeige. Frag, welche Stufe dir wegen deiner Berufserfahrung zuerkannt wird.